Die Begeisterung, dieses Projekt auch zu realisieren, war zunächst durchaus geteilt. Dennoch überwogen schließlich die Befürworter, und es ging an die Umsetzung. Unter dem Titel „Schrott für Gott“ lud die LKG Brackel alle Bürger aus Brackel und Umgebung erstmals zu einer Schrottsammlung ein.
Das Ergebnis übertraf schließlich alle Erwartungen. Vier große Anhänger konnten schließlich voll beladen mit Metallschrott den Weg zum Schrotthändler antreten. Alte Fahrräder, Heizkörper (Radiatoren), Metallroste, Waschmaschinen, Dachrinnen, Metallzäune, Töpfe, Pfannen, Metallbesteck, Motoren, Nähmaschinen und vieles mehr fand den Weg in die Brackeler Büntestraße zur Landeskirchlichen Gemeinschaft. Hier bot sich auch die Gelegenheit, während der Schrottanlieferung einmal einen kleinen Plausch mit anderen Mitbürgern zu halten. Zur Stärkung hielt die LKG Brackel dafür extra heiße und kalte Getränke bereit.
Schließlich konnte ein Gesamtgegenwert von etwa 2.000 Euro realisiert werden. Damit konnten die Brackeler 1.000 Euro an EC-Jugendreferent Zsolt Boda aus Winsen weitergeben. Boda, geboren in Siebenbürgen, wirbt zurzeit Mittel für die Unterstützung des Kinderheimes „Zsuzsánna Otthon“ in Rumänien ein. Zielsetzung des Heimes ist es, Waisenkindern und Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen sowie Kindern mit Behinderungen ein Zuhause und eine Lebensperspektive zu geben. Derzeit leben 19 Kinder in dem Heim. Boda organisiert für Mitte Dezember einen „Hilfstransport“ mit Hygieneartikeln, Schulsachen, Kleidung und Schuhen. Er liefert die Hilfsgüter und Spendengelder direkt vor Ort ab.
Die andere Hälfte der Einnahmen ist für die Brackeler Mitmachgemeinschaft eine willkommene Finanzspritze, um die eigene Jugendarbeit zu fördern. Seit 2 Jahren ist Maike Völker aus Toppenstedt als Fachkraft angestellt. Sie unterstützt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Brackeler Gemeinschaftshaus und schult junge Mitarbeiter.
Die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von LKG und EC Brackel sind dankbar für die große Beteiligung und Unterstützung der Brackeler Bürger sowie einiger Firmen und der Brackeler Walzengenossenschaft, die eine abgängige große Wiesenwalze zum Erfolg beisteuerte..
Aufgrund der großartigen Resonanz soll die Aktion „Schrott für Gott“ im November 2012 wiederholt werden.
